Gepostet von Pascal am 13.April 2011 in Internet, Linux | 5 Kommentare
Mein Kommilitone Clemens hat vor einigen Tagen ein Posting in seinem Blog veröffentlicht in dem er das Interface "Unity" als das Windows Vista von Ubuntu bezeichnete. Klar ist es gegenüber der bisherige Oberfläche GNOME eine Umstellung, aber Ubuntu geht hier eigentlich gesehen in eine ähnliche Richtung wie Gnome mit der Version 3.
Sowohl Ubuntus Unity als auch GNOME 3 brauchen eine Hardwarebeschleunigung. Weitere Programme findet man bei beiden, wenn man die Maus in die obere linke Ecke schiebt, für Gnome3, aber auch für Unity muss man sich umstellen und beide gelten in Teilen der Community als umstritten.
Neben Unterschieden unter der Haube, gibt es weitere Abweichungen. GNOME3 setzt mehr auf verschiedene Desktops. Diese lassen sich quasi unendlich anlegen. Auch fehlt der Button fürs Minimieren und die Titelleiste ist eindeutig für kleine Displays zu groß.
Das Unity in Ubuntu 11.04 hat deutlich mehr Funktionen als das Unity aus Ubuntu 10.10, welches dort in der Netbook-Version ausgeliefert wurde. Unity aus 10.10 war immer präsent und ließ sich nicht ausblenden. Mit der Zeit kamen bei Unity für Natty weitere Funktionen und Einstellungen hinzu. So kann man nun alle Icons per Drag'n'Drop ordnen und auch die "Hintergrundbeleuchtung" deaktivieren.
Aktuell arbeitet das GNOME-Team auch an einem PPA für Natty Narwhal. Dieser ist noch sehr experimentell und zerstört das System ganz schön - ich habe es selbst erfahren müssen. Ende April wird die finale Version von Ubuntu erscheinen. Bis dahin soll der PPA stabil und nutzbar sein.
Ich habe sowohl GNOME Shell als auch Unity ausführlich ausprobiert. Anfangs ist die Bedingung wirklich etwas umständlich, aber man gewöhnt sich sehr schnell dran. Vom Design her gefällt mir aber das GNOME Shell deutlich besser und ich werde es wahrscheinlich auf Ubuntu installieren. Auch Fedora 15 habe ich bereits getestet, aber hier war nicht die aktuellste Version von GNOME 3 dabei.
Natty Narwhal ist meiner Meinung nach nicht das Windows Vista von Ubuntu, aber für den ein oder anderen langjährigen Nutzer wird es sicherlich sehr ungewohnt sein. Dass Ubuntu 11.04 Beta 1 wirklich langsamer startet und auch der Start von Unity etwas dauert, kann ich aber bestätigen. Ich hoffe, dass sich hier noch einiges tut. Nichtsdestotrotz ist Ubuntu schneller beim Starten als Windows.
Morgen will man eine zweite Beta veröffentlichen ehe Ende April die finale Version erwartet wird. Ein RC ist nicht geplant. Fedora 15 gibt es derzeit als Alpha, die Beta soll in rund 10 Tagen kommen und die stabile Version ist für Mitte/Ende Mai geplant.
Mein Kommilitone Clemens hat vor einigen Tagen ein Posting in seinem Blog veröffentlicht in dem er das Interface “Unity” als das Windows Vista von Ubuntu bezeichnete. Klar ist es gegenüber der bisherige Oberfläche GNOME eine Umstellung, aber Ubuntu geht hier eigentlich gesehen in eine ähnliche Richtung wie Gnome mit der Version 3.
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Gepostet von Pascal am 2.April 2011 in Internet, Politik | 1 Kommentar
Auch wenn ich nicht glaube, dass einer der Datenschutzbeauftragten dieses Landes meinen Blog liest, verfasse ich dennoch dieses Posting. Gestern strahlte "Das Erste" gegen 7:49 einen Bericht über Google Indoors aus. Dies sei eine Erweiterung von Google Street View und wurde in Hamburg entwickelt. Soweit so gut.
Bereits 3 Minuten später kam die erste Mail über das Kontaktformular vom GWB. Zuerst dachte ich, da will nur jemand gegen Street View widersprechen, aber es kamen weitere. Da gestern bekanntlich der erste April war, dachte ich dann schließlich an einen Aprilscherz, konnte aber kein Posting dazu über Google finden. Google ist seit Caffeine wirklich deutlich schneller geworden. Auch die Umstellung auf Realtime brachte nichts.
Die Anpassung des Textes über dem Kontaktformular zeigte keine Wirkung. Es wurden weiterhin "Widersprüche" eingereicht. Als der Hinweis in rot und fett angezeigt wurde sowie mit einem Link zum Video der ARD, dachte ich, jetzt herrscht endlich Ruhe. Leider nicht.
Der Aprilscherz war recht gut gemacht, aber er ging über sein Ziel hinaus. Es war für die Zielgruppe der ARD wohl nicht zu durchschauen und der Zuschauer konnte nicht erkennen, dass es ein Scherz ist.
Hierbei frage ich mich dann schon, was die "Hetze" der Datenschützer gegen einen Dienst bringt, wenn man Leute nicht aufklärt, wie man am sparsamsten mit seinen Daten umgeht.
Ich in den Widersprüchen findet ich ungefähr 6 - 8 Adressen. Diese wurden auf einer Webseite angereicht, die
klar stellt, dass sie nicht Google gehört
schon mal gar nicht nach Google ausschaut und
deutlich auf die Sache hinweist.
Dies zeigt mal wieder, dass man den Leuten erkläre muss, wie man mit seinen Daten im Internet umgehen muss. Baut man nun eine Webseite "Hier Widersprüche gegen xyz einreichen" mit Abfrage von Adresse, optional vielleicht noch Bankdaten, hat man wohl recht schnell viele "Widersprüche" und kann damit nun vieles anstellen.
Also liebe Datenschützer erklärt den Leute mal, dass Bonuscard zum Sammeln von Käuferverhalten genutzt werden können, dass man nicht im Internet mit vollem Namen in Foren oder Blogs aktiv werden soll. Dies ist wäre wichtiger, als gegen das Speichern von IP-Adressen vorzugehen. Auch muss man den Bürgerinnen und Bürger sagen: Gebt Eure Daten nicht jedem x-beliebigen, seid sparsam damit.
Eine IP ist nur dann ein personenbezogenes Datum, wenn die Uhr des Servers und des Providers zu 100% synchron sind. Schon in der nächsten Sekunde, kann die IP-Adresse einem anderen Anschlussinhaber zugeordnet sein. Auch der Vergleich mit Telefonnummern ist völliger Käse. Diese können zwar personenbezogen sein. Man bekommt den Namen des Anschlussinhabers kinderleicht über die Rückwärtssuche des Telefons raus.
Eine IP-Adresse ist einer Region zugeordnet. Aber selbst innerhalb einer Großstadt heißt dies noch lange nicht, dass die IP-Adresse direkt mit dem Verteilerkasten vor der Haustüre verknüpft ist.
Nehme ich mal meinen IP, die im Moment meinem Anschluss zugeordnet ist, so liefern Webseiten wie ip-adress.com als Ergebnis einen Ort, der rund 350 km von mir entfernt ist. Angenommen eine IP-Adresse kann maximal in einem Umkreis von 400 km zugeordnet werden, ergibt dies eine Fläche von gerundet 2513 km². Nimmt man nun noch die Bevölkerungsdichte von Deutschland (229 Menschen pro Quadratkilometer) dazu, kommt man auf 575.000 Leute, die in diesem Gebiet im Durchschnitt leben.
Hierbei ist es egal, ob der Besucher einer Webseite nun 400 km vom Anschluss weg ist, oder direkt daneben sitzt. Der Webmaster weiß in der Regel nicht wo seine Besucher exakt leben.
Bei einer Telefonnummer ist das Gebiet kleiner. Eine Statistik darüber, wie groß ein Vorwahlbereich geografisch im Schnitt ist, konnte ich nicht finden. Daher habe ich die Größe der Orte mit der zufällig gewählten Vorwahl 063 miteinander addiert, kommt man auf 147 km² bzw. 33640 Einwohner (anhand der Bevölkerungsdichte Deutschland). Insofern ist das mögliche Gebiet einer Telefonnummer wesentlich kleiner. Berücksichtigt man alle Ziffern der Vorwahl, wird das Gebiet genauer.
Dazu kommt auch: Die meisten Deutschen Provider vergeben eine IP-Adresse dynamisch. Nach maximal 24 Stunden hat man eine andere IP. Eine neue Telefonnummer erhält man in der Regel nur bei einem Umzug in einer neuen Wohnung bzw. in einen anderen Vorwahlbereich oder auf Wunsch. Aber alle 24 Stunden holt man sich keine neue Telefonnummer.
Die Emails mit Adressen habe ich inzwischen gelöscht.
Auch wenn ich nicht glaube, dass einer der Datenschutzbeauftragten dieses Landes meinen Blog liest, verfasse ich dennoch dieses Posting. Gestern strahlte “Das Erste” gegen 7:49 einen Bericht über Google Indoors aus. Dies sei eine Erweiterung von Google Street View und wurde in Hamburg entwickelt. Soweit so gut.
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Gepostet von Pascal am 16.März 2011 in Internet, Software | 1 Kommentar
Neben Google Analytics gibt es eine Unmenge an Tools für die Statistikerhebung. Sucht man bei Wordpress nach einen Plugin und gibt "stats" als Begriff ein, werden einem über 630 Ergebnisse geboten. Während vor einigen Jahren Datenschutz den meisten Leuten egal war, achten heute immer mehr darauf. Da die meisten Tools die IP-Adresse speichern oder gar an Fremde übertragen. Statify ist da anders. Es läuft vollkommen lokal und dürfte genügend Statistiken für die meisten Nutzern liefern.
Direkt nach der Aktivierung des Plugins werden alle Aufrufe des Blogs gezählt. Die Statistik im Dashboard werden ungefähr alle 15 Minuten neu geladen. Hier findet man neben dem Verlauf der letzten Tage auch die Top Referrer sowie die Seiten mit den meisten Zugriffen. Eine Einstellungsseite gibt es nicht. Standardmäßig werden die Daten 14 Tage gespeichert, wer länger oder kürzer speichern will, kann über die Einstellungen direkt im Widget ändern.
Die Daten, die Statify erfasst, werden komplett lokal in der selben Datenbank wie Wordpress gespeichert. Aktuell gibt es dort nur diese Daten:
ID
Datum
Verweis (Referrer)
Zielseite (Target)
Da die IP-Adresse nicht gespeichert wird, kann man keine unique visits erfassen. Jeder Seitenaufruf wird anonym erfasst.
Dieses Tool hat auf jeden Fall Potenzial und lässt sich sicherlich auch noch etwas erweitern. Wünschenswert wäre eine noch eine Verteilung der einzelnen Browser, die man dann als Torte darstellen könnte. Da Statify ohne Cookies oder JavaScript arbeitet, werden alle Nutzer erfasst, auch wenn sie Cookies oder JavaScript blockieren. Weiterhin werden keine persönlichen Daten gespeichert und deswegen ist auch keine Anpassung des Impressum nötig.
Das Diagramm wird mithilfe der Google Chart API erstellt.
Neben Google Analytics gibt es eine Unmenge an Tools für die Statistikerhebung. Sucht man bei WordPress nach einen Plugin und gibt “stats” als Begriff ein, werden einem über 630 Ergebnisse geboten. Während vor einigen Jahren Datenschutz den meisten Leuten egal war, achten heute immer mehr darauf. Da die meisten Tools die IP-Adresse speichern oder gar an Fremde übertragen. Statify ist da anders. Es läuft vollkommen lokal und dürfte genügend Statistiken für die meisten Nutzern liefern.
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